KURZSTECKBRIEF/ANLEITUNG BLÜHSTREIFEN
Je nachdem, welches Saatgut eingesetzt wird, kann die Aussaat und Pflege der Blühmischungen variieren, daher bitten wir Sie, auch den Empfehlungen des Herstellers zu folgen.
- Aussaattermin: Mitte April bis Mitte Juni
- Saatgut: Bewährte Saatgutmischungen (ohne Problemwildkräuter) sind hier erhältlich. Es können auch eigene Mischungen aus heimischen und gebietseigenen Wildkräutern zusammengestellt werden, generell gilt: je standortangepasster und vielfältiger, umso besser.
- Mindestgröße/-breite von Blühflächen für ökologischen Effekt: Von den Naturschutzverbänden wird zehn Prozent der Nutzfläche empfohlen. Nordrhein-Westfalen schreibt in den Förderkriterien z.B. eine Breite der Blühstreifen zwischen sechs und zwölf Metern vor.
- Bodenbearbeitung: Flächen in Bewirtschaftung vor dem Winter mit Grubber und Pflug umbrechen. Der Boden sollte vor der Aussaat gelockert sein. Generell gilt: Je sorgfältiger, umso besser, aber auch Minimalbodenbearbeitung ist möglich.
- Aussaat: Die Saatgutmischung mit der üblichen landwirtschaftlichen Saattechnik ausbringen, auch per Hand möglich. Das Saatgut kann zur gleichmäßigeren Aussaat mit trockenem Sand, Sägemehl oder mit geschrotetem Korn auf fünf bis zehn g pro m² gestreckt werden. Das Saatgut sollte leicht eingearbeitet werden, ein guter Bodenschluss wird durch Anwalzen erreicht.
- Die Blühstreifenflächen dürfen nicht gespritzt und nicht gedüngt werden.
- Blühstreifen werden nicht geerntet und bleiben mindestens über den ersten Winter stehen, eine Pflege ist nicht erforderlich.
- Die Anlage von mehrjährigen Blühstreifen (zwei bis vier Jahre) wird empfohlen.
Weitergehende Informationen zur ökologisch sinnvollen Anlage von Blühstreifen hat die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft veröffentlicht
Blühstreifen und Blühflächen richtig anlegen


