Antrag auf Betriebsprämie in Zusammenhang mit Blühstreifen

Für die Anlage von Blühstreifen bestehen in den meisten Bundesländern verschiedene Nutzungscodes.

Unter dem Nutzungscode 897 sind alle nicht extra aufgeführten Energiepflanzen zusammengefasst. Wird der Aufwuchs des Blühstreifens mit geerntet, ist diese Codenummer einzutragen. Wird der Blühstreifen nicht genutzt, kann in der Regel die Codenummer 591 (aus der Erzeugung genommenes Ackerland) herangezogen werden. Damit diese Teilflächen beihilfefähig sind, ist es entscheidend, dass die Teilfläche z. B. per Onlineanwendung erfasst wird und eine Mindestgröße von 0,3 Hektar hat. Dieser Wert kann je nach Bundesland variieren und sollte vor der Antragstellung erfragt werden.

Um diesen Bearbeitungsaufwand zu vermeiden, bieten mehrere Bundesländer Nutzungscodes an, bei denen die Fläche der Blühstreifen nicht heraus gerechnet werden muss. Hierbei wird zwischen den Nutzungscodes 176 und 177 unterschieden. Der Code 176 steht für Mais mit einer Bejagungsschneise im guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand. Wird der Blühstreifen am Ende der Vegetationsphase also nicht verwertet, so ist dieser Nutzungscode anzuwenden. Findet jedoch eine Verwertung der Blühstreifen statt, zum Beispiel als Biogasanlagensubstrat, so ist der Nutzungscode 177 anzuwenden. Dieser beinhaltet Mais mit Bejagungsschneise einer anderen Kulturart.

Bei Fragen oder Unklarheiten wende Sie sich bitte an Ihr jeweiliges Landwirtschaftsamt.

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